D S S - W A M O S
Ein Entscheidungsunterstützungssystem für das Management und die Renaturierung von Waldmooren
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Waldmoore: Zustand und Bedeutung
Sie haben auch eine große Relevanz für ihre umliegenden Wälder und Forsten. Intakte Moore fungieren als Wasserspeicher, die überschüssiges Wasser im Boden und der Vegetation speichern und in Dürreperioden an ihre Umgebung abgeben. Insbesondere im Hinblick auf klimatische Veränderungen wie steigende Temperaturen, höhere Verdunstungsraten und zunehmende Starkwetterereignisse können Waldmoore eine entscheidende Funktion für die Anpassungsfähigkeit der Wälder spielen.
Häufig liegen die noch naturnahen, torfbildenden Moore in Deutschland in Waldgebieten, da sie oft sehr kleinflächig und schwer zu erschließen sind. Dennoch ist der Großteil der Waldmoore degradiert und vor allem für land- und forstwirtschaftliche Zwecke entwässert. Die wichtigen Funktionen der Waldmoore gehen somit verloren.
Trotz vielfältiger Anstrengungen zum Schutz der Waldmoore, besteht nach wie vor großer Handlungsbedarf um die Schlüsselposition der Waldmoore in einer nachhaltigkeitsorientierten Forstwirtschaft, im Biodiversitäts- und Klimaschutz sowie im Landschaftswasserhaushalt wiederherzustellen.
Waldmoorrenaturierung
Die Vernässung von Waldmooren besitzt gegenüber den großflächigen, landwirtschaftlich genutzten Mooren der Niederungsgebiete oft günstige Voraussetzungen. Die Degradierung ist häufig weniger weit fortgeschritten, aufgrund der häufig geringen Flächengröße sind Entwässerungssysteme überschaubar, die wirtschaftlichen Interessen niedriger und durch eine meist abgelegene Lage weniger Nutzerkonflikte zu erwarten.
2021 wurde eine Bund-Länder-Zielvereinbarung zum Klimaschutz durch Moorbodenschutz vereinbart und insbesondere in den moorreichen Ländern sind Moorschutzkonzepte erarbeitet bzw. werden erarbeitet. Zukünftig wird entscheidend sein, wie konsequent die Moorschutzprogramme des Bundes und der Länder implementiert werden und inwieweit weitere relevante Flächeneigentümer, wie Privatbesitzer, Kirchen oder Stiftungen für den Moorschutz im Wald sensibilisiert werden können.
Das DSS WAMOS
Das DSS-WAMOS wurde von 2007 bis 2009 als das Gemeinschaftsprojekt „DSS-WAMOS: Eine „Decision Support System“ – gestützte Managementstrategie für Waldmoore“ des Fachgebiets Bodenkunde und Standortlehre (Leitung: Prof. Jutta Zeitz, a.D.) der Humboldt-Universität zu Berlin und des Fachgebietes Vegetationskunde und Pflanzenökologie der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (Leitung: Prof. Vera Luthardt) entwickelt und durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gefördert. Ziel des Projektes war es die zukünftige Waldmoorrenaturierung zu professionalisieren und Fehler zu minimieren.
Die Aktualisierung im Jahre 2021 wurde vom Landesbetrieb Forst Brandenburg finanziert und basiert auf neuen Erkenntnissen in der Moorrenaturierung und den Ergebnissen des Projekts „Erfolgskontrolle der Moorrenaturierungsmaßnahmen des Landesbetrieb Forst Brandenburg und Ableitung zukünftiger Managementmaßnahmen“.
Projekte
Carbstor
… ist ein Verfahren zur Bestimmung der hydrogenetischen Moortypen und der Berechnung von Kohlenstoffspeichermengen von Mooren
DSS-TORBOS
… zur Entwicklung von Handlungsstrategien zur Umstellung auf eine alternative Bewirtschaftung für degradierte Niedermoorstandorte.
Berliner Moorböden im Klimawandel
… zeigt Steckbriefe zu jedem Berliner Moorgebiet und bewertet die Ökosystemdienstleistungen dieser Moore.
Impressionen Waldmoore
Impressionen Waldmoore
Kontakt
Jenny Hammerich
Hochschule für Nachhaltige Entwicklung EberswaldeArbeitsgruppe Moor | Grünland | Monitoring
Schicklerstraße 5
16225 Eberswalde
E-Mail: jenny.hammerich@hnee.de